Das lässt sich sehr einfach erklären: Fotografen, die hauptberuflich davon leben, müssen einen gewissen Umsatz erzielen, um eben davon leben zu können :-). Genau wie ihr zahlen wir Miete, Essen, Auto und Millionen Dinge mehr. Für uns hat das Jahr nur 6–7 Monate, in denen wir Geld verdienen können. Und in diesem sommerlichen Zeitraum müssen wir das Geld verdienen, um auch im Winter leben zu können.
Aber es ist nicht nur das! Dazu kommen Weiterbildungen, Workshops, neues Equipment, defektes Equipment – auch hier ist die Liste endlos. Und diese Dinge braucht es einfach, um diesen Job auf einem gewissen Niveau ausüben zu können. Und nicht zuletzt benötigt man eine Menge Zeit, um sich mit neuen Techniken, neuer Software, neue Funktionen auseinander zu setzen. Man macht zusätzlich zu den normalen Arbeiten kostenlose Shootings, um neue Dinge zu probieren. Das kostet richtig viel Zeit. Aber wenn wir das nicht tun, sind wir nicht auf dem modernsten Stand der Fotografie. Und das macht sich einfach bemerkbar. Eure Bilder werden weniger cool. Wenn ihr also einen Profi buchen wollt – und dafür habt ihr sicherlich Gründe – muss dieser Profi gewisse Dinge tun/haben/machen, um eben auch einen professionellen Job abliefern zu können. Und diese Dinge kosten einfach sehr viel Geld. Das muss zunächst alles bezahlt werden, erst danach fangen wir an, Geld zu verdienen.
Der „Hobby- oder Amateurfotograf“ hat viel weniger Kosten. Er hat erstmal einen Hauptjob, der ihm ein sicheres Einkommen in die Kasse spült. Geil! 🙂 Er macht im Regelfall auch nicht ständig Weiterbildungen und verfügt auch nicht über das ständig neueste/beste Equipment. Und ja, nicht zu vergessen: Da er nicht davon leben muss und sein Ruf nicht ganz so wichtig ist, muss er auch nicht so zuverlässig sein. Das klingt jetzt doof, aber ich bin seit 15 Jahren in dieser Branche, mache sehr viel auf Facebook, bin in haufenweise Hochzeitsgruppen und lese ständig Beschwerden über Fotografen, die zu „billig“ eingekauft wurden. Und leider bestätigt sich immer wieder, dass hier kein Profi am Werk war, sondern jemand, der für kleines Geld losgeht.
Nicht zu vergessen ist die Erfahrung. Wie viele Hochzeiten hat so ein Hobby-Fotograf denn schon begleitet? Ich höre immer wieder, so um die 20. Sorry, das macht ein Profi in 6 Wochen. Erfahrung ist einer der wichtigsten Komponenten, um als Hochzeitsfotograf auf den Punkt abzuliefern. Denn wir können nicht sagen „oh, den Moment hab ich wohl verpasst.“
Und wenn euch die Fotos nicht ganz so wichtig sind – was ja völlig in Ordnung ist –, bucht wirklich gerne jemanden im Nebenberuf. Ihr habt gewisse Risiken dabei. Vielleicht kommt er nicht. Vielleicht sagt er ab, weil ihr eine 2-Stunden-Begleitung gebucht habt und danach eine Anfrage für 10 Stunden kommt. Der Klassiker! 🙁 Meistens ist die Kommunikation sehr schlecht. Die Kamera nicht aus dem Profi-Segment, nur ein Speicherkarten-Slot? Karte dann defekt! Es gibt tausend gute Gründe, einen Profi zu buchen. 🙂
Aber nochmal: Wenn ihr sagt, ihr habt zwar Bock auf Fotos, aber wenn es keine gibt, geht auch nicht die Welt unter, dann ist es völlig okay, hier Geld zu sparen!
Wenn ihr allerdings wirklich Wert auf starke Bilder legt und euch auf euren Dienstleister verlassen wollt, müsst ihr einfach mehr Geld in die Hand nehmen – aus den oben genannten Gründen.
Und wir ganz persönlich wollen eben auch eure Hochzeit begleiten. Wir lieben unseren Job. Wir lieben ehrliche Reportagen über den Tag, inkl. Party, Empfang, Glückwünschen usw. Wir wollen nicht nur einen kleinen Ausschnitt eures Tages begleiten. Das funktioniert unter der Woche, bei kleinen Hochzeiten ohne große Feier. Da ist das alles in Ordnung.
Heiratet ihr aber an einem Samstag im Sommer und legt Wert auf gute Bilder, zuverlässigen, hochwertigen Service usw., überlegt euch bitte zweimal, wen ihr bucht. Und glaubt mir: Ich heirate tausendmal öfter als ihr.
Ruft mich gerne an bei Fragen, schreibt eine WhatsApp oder E-Mail. Ich helfe, wo ich kann. 🙂
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